Vermögensaufbau einfach gemacht: Clevere Tipps, mit denen es jeder schafft

Vermögensaufbau startet nicht mit viel Geld. Alles beginnt im Kopf, und es geht nicht nur darum, klar zu denken. In diesem Artikel erfahren Du alle theoretischen Aspekte des Vermögensaufbaus und bekommst einige praktische Ratschläge.

Vermögensaufbau by Robocash

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Vorbereitungen für den Vermögensaufbau

Es beginnt im Kopf. Wir haben in unserem Artikel über den Zinseszins erklärt, wie dieser funktioniert. Mit dem Verständnis dafür startet dann auch Deine persönliche Reise zu einem Vermögen. Die Kunst ist es von daher zuerst das Mindset zu schaffen, dass jeder – auch Du – ein Vermögen aufbauen kann. Erst im zweiten Schritt sprechen wir konkret über Geld und wie Du davon mehr anhäufen kannst.

  •       Welche Wünsche hast Du?
  •       Welche Dinge möchtest Du besitzen?
  •       Wohin möchtest Du noch reisen?
  •       Welche Träume hast Du noch?
  •       Welche Wünsche möchtest Du Dir erfüllen?

Der Besitz von Geld wird in der Gesellschaft immer kontrovers diskutiert. Fakt ist aber: Geld ermöglicht Dir vieles. Nimm Dir eine ruhige Minute und mach Dir Notizen, was Du in Deinem Leben noch vorhast. Hinter jeden dieser Wünsche schreibst Du einen Preis, den Du dafür bezahlen musst.

Am Ende Deiner Aufzählung summierst Du die Werte auf und stellst vermutlich fest: Oh, das ist aber ganz schön viel Geld. Sicherlich bekommst Du den einen oder anderen Wunsch günstiger. Letztlich wirst Du aber nur wenige davon ohne Geld realisieren können.

Die beste Zeit ist immer JETZT

Wer Vermögen bilden möchte, muss einfach anfangen. Es geht vor allem darum, in die Routine zu kommen, Geld zu sparen und dieses zu vermehren. Am Anfang können das nur einige, wenige Euro sein. Mit der Zeit wirst Du dann sicherlich mehr verdienen und sparen müssen, damit Du auch genug Kapital aufbauen kannst für Deine Träume.

Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie Sie mit dem Investieren beginnen können? Sehen Sie sich den Leitfaden unten an:


In unserem Beitrag zum Zinseszins haben wir erklärt, dass investiertes Kapital für Dich arbeitet. Je länger es investiert ist, desto größer ist der Zinseszins-Effekt. Das bedeutet, dass Dein Geld mehr und härter für Dich arbeitet und dabei mehr Zinsen verdient.

Alle diese Effekte kann jeder für sein Vermögen aktivieren. Dazu ist es allerdings notwendig, dass jeder Einzelne die Verantwortung aufgreift und sich aktiv darum kümmert, Vermögen zu bilden.

Analysiere Deinen aktuellen finanziellen Status

Im Internet findest Du eine ganze Reihe hilfreicher Tools, um Deinen Vermögensstatus zu ermitteln. Dazu reicht aber auch ein einfaches Stück Papier oder eine Google-Tabelle, in der Du alles einträgst:

Analysiere Deinen aktuellen finanziellen Status by Robocash

Häufig dauert es nur wenige Minuten, bis Du diese Daten zusammen getragen hast. Oftmals hilft es dabei, die Kontoauszüge Deines Kontos für einen Zeitraum von sechs Monaten oder auch einem ganzen Jahr herunterzuladen. In der Tabelle kannst Du dann die Buchungen entsprechend den Einnahmen und Ausgaben zuordnen und schnell eine Übersicht schaffen.

Wie viel Geld bleibt Dir nach den Fixkosten wie Miete, Versicherungen, etc. jeden Monat übrig? Wofür gibst Du dieses Geld aus? Und bleibt davon noch etwas über, um es zu sparen?

Neben den Einnahmen und Ausgaben hast Du so auch eine Übersicht über Dein Vermögen. Hast Du 500 Euro Rücklagen angespart, zählst dieses natürlich als Vermögen. Auch wenn Du beispielsweise ein Investmentkonto hast, gehört dieses Geld zu Deinem Vermögen.

Selbst wenn Dein Vermögen aufgrund von Krediten kleiner als null ist, hat eine solche Aufstellung einen großen Mehrwert. Denn so schaffst Du eine Übersicht und machst die Dinge transparent. Nun kennst Du Deinen Vermögensstand und bist in der Lage, weiteres Vermögen aufzubauen.

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Wie kannst Du Vermögen aufbauen?

Eigentlich ist die Vermögensaufbau-Formel ziemlich simpel: Du musst mehr verdienen, als du ausgibst. Denn je größer deine Sparrate ist, desto schneller kannst du Vermögen aufbauen.

In dem Fall bleibt von Deinem Einkommen etwas über und Du kannst es sparen. In der Realität ist es allerdings nicht immer ganz so einfach. Häufig haben wir uns an das Einkommen gewöhnt und geben das Geld entsprechend auch jeden Monat aus. Im schlimmsten Fall haben wir sogar Kredite aufgenommen, um uns Dinge zu leisten, die wir mit unserem Einkommen nicht kaufen konnten.

Nachdem Du also die Übersicht Deiner Finanzen erstellt hast, geht es jetzt darum, das Vermögen zu vergrößern. Mit der Vermögensaufbau-Formel bedeutet dies, dass Du diejenigen Posten aus Deinen Ausgaben streichen musst, die keinen Mehrwert haben.

Die Berechnung des Zinseszinses zeigt zudem, dass es durchaus lohnend sein kann die eigenen Ausgaben zu reduzieren. Je mehr Geld wir investieren können, desto größer wird dann auch der Ertrag aus dem generierten Zins.

Als alternative Vermögensaufbau-Formel by RobocashAls alternative Vermögensaufbau-Formel kann man die 50-30-20-Regel verwenden.

Zuerst solltest Du Dich beim Vermögensaufbau um Deine Schulden kümmern, also dem Teil wo Du Zinsen an jemand anderen zahlen musst. Haben die Schulden keinen Gegenwert, wie beispielsweise bei Konsumschulden, sollten diese zuerst abbezahlt werden. Bei Hypotheken für ein Haus oder eine Wohnung – also mit einem Gegenwert – musst Du Dich vorerst nicht darum kümmern.

Solltest Du mehrere Kredite haben, sortiere sie nach Größe, Restlaufzeit und vor allem dem effektiven Jahreszins. Starte dann damit, den Kredit zuerst abzuzahlen, bei dem Du die meisten Zinsen zahlen musst. Achte dabei auf die im Kreditvertrag beschriebene Recht einer Sonderzahlung, damit Du weitere Kosten vermeidest.

Minimiere das Risiko mit einem Notgroschen

Der Notgroschen soll Geld sein, das Du dann brauchst, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert. Das kann plötzliche Arbeitslosigkeit, eine Krankheit oder auch die Nachzahlung für Strom und Gas sein. Größere Werte wie ein Auto, ein Haus oder schwere Krankheiten solltest Du entsprechend über Versicherungen absichern. Für alles andere soll Dein Notgroschen sein.

Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie Sie Ihre finanziellen Ziele erreichen können? Sehen Sie sich das Video unten an:

Wie viel Geld Du als Notgroschen zurücklegen musst, hängt von der Lebenssituation ab. Ein junger Student benötigt tendenziell weniger als eine Familie mit Kindern und einem Haus.

Verschiedene Finanzexperten empfehlen ungefähr drei bis sechs Monatsgehälter im Notgroschen anzusparen.


Dabei ist es vollkommen in Ordnung, wenn Du Dir hier eine Geldsumme berechnest und diese über mehrere Monate oder auch Jahre ansparst. Versuche immer, das größte Risiko zu minimieren und dafür vorzusorgen. Je nach Lebensphase sind das ganz unterschiedliche Dinge, für die unterschiedliche Summen zurückgelegt werden müssen.

Vermögen bilden mit einfachen Schritten

Zu Beginn des Beitrags wurde bereits erwähnt, dass es nicht schwer ist, ein Vermögen aufzubauen. Damit am Ende aber auch ein respektables Vermögen daraus wird, gilt es einige Schritte zu beachten.

Vermögensaufbau Tipp 1 by RobocashSchritte 1. Den Zinseszins-Booster zünden

In unserem Beitrag zum Zinseszins haben wir auf die Kraft hingewiesen, die dieser entfalten kann. Je größer dieser wird und je länger diese Kraft ungestört genutzt wird, desto massiver wird das Ergebnis. Das bedeutet gerade am Anfang, dass Du erstmal nur kleine Erfolge sehen wirst. Wer lediglich 100 Euro spart und investiert, darf nicht tausende Euro als Ertrag erwarten.

Eine gute Orientierung bietet dabei eine Vermögensaufbau-Formel. Wenn Du das Geld in eine Anlage investierst, die beispielsweise 10 % Zinsen pro Jahr abwirft, kannst Du es wie folgt rechnen:

Investiertes Kapital x Zinssatz = zusätzlicher jährlicher Vermögensaufbau.

Bleiben wir bei den anfänglichen 100 Euro monatlich. Legst Du diese jeden Monat beiseite und investierst sie, hast Du am Ende des Jahres 1.200 Euro, die für Dich arbeiten. Mit jedem weiteren Monat aber erhöht sich Dein Zinseszins-Effekt um 10 % auf die 100 Euro – also 0,83 Euro monatlich oder 10 Euro jährlich.

Das sieht gering aus. Aber schon nach 12 Monaten ist dieser Wert auf 120 Euro jährlich oder 10 Euro monatlich angewachsen. Im nächsten Jahr arbeitet der Zinseszins also bereits mit mehr als einer monatlichen Sparrate für Dich.

Zinseszinses mit Formel by RobocashAusführliche Erklärung des Zinseszinses mit Formel.

Vermögensaufbau Tipp 2 by RobocashSchritte 2. Auf die Kosten achten

Hin und her, macht Taschen leer – eine Börsenweisheit, die jedem Investor irgendwann einmal über den Weg läuft. Wer sein Vermögen vermehren will, muss auch unbedingt die Kosten im Auge behalten. Schließlich ist jeder Euro für Verwaltungs- oder Transaktionskosten ein Teil der Performance, die der Investor wiederherstellt.

Vielleicht erscheint ein Euro oder auch 0,5 % als sehr gering. Aber stell Dir vor, Du musst 0,5 % auf 10.000 Euro Vermögen zahlen. Das sind dann 50 Euro, die fällig werden. Entsprechend sind das 0,5 % Performance, die das Portfolio erreichen muss, um überhaupt die Kosten zu decken.

Dass eine Bank oder ein Finanzdienstleister eine gewisse Gebühr erheben muss für ihre Tätigkeit, ist vollkommen verständlich. Aber hier gibt es große Unterschiede. Wem es gelingt, die Gesamtkosten für sein Portfolio so niedrig wie möglich zu halten, steht finanziell natürlich besser da als derjenige, der keinen Wert darauf legt.

Das Ganze an einem Beispiel: Investor A zahlt für seine Fonds 3 % Verwaltungsgebühr und 5 % Ausgabeaufschlag. Sein gesamtes Depot beträgt zum Start 10.000 Euro und er spart monatlich 100 Euro zusätzlich. Investor B hingegen investiert in günstige ETFs zu 0,5 % Verwaltungsgebühr. Zudem nutzt er einen Neobroker, bei dem die Sparpläne auf ETFs kostenfrei sind.

Am Ende des Jahres muss Investor A für seine Fonds 300 Euro Verwaltungsgebühr zahlen. Zudem hat er im laufenden Jahr 1.200 Euro investiert und hierfür 60 Euro Ausgabeaufschlag bezahlt. Seine Gesamtkosten betragen also 360 Euro für ein Gesamtportfolio von 11.200 Euro am Ende des Jahres. Nach Abzug der Kosten verbleiben ihm also 10.840 Euro. Seine Kostenquote liegt damit bei 3,21 %

Investor B macht es genauso, aber zu den günstigeren Konditionen. Er muss 50 Euro Verwaltungsgebühr zahlen und keinen Ausgabeaufschlag. So verbleiben ihm am Ende des Jahres 11.150 Euro. Seine Gesamtkostenquote liegt bei 0,44 %.

Es wird sehr schnell veranschaulicht, warum die Kosten eine riesige Rolle spielen. Zusätzlich wiederholen sich die Kosten jährlich. Wer hier klug recherchiert und investiert, kann bereits zum Start vieles richtig machen und seine spätere Performance entsprechend beeinflussen.

Vermögensaufbau Tipp 3 by RobocashSchritte 3. Das Risiko diversifizieren

In den sozialen Medien finden wir häufig inspirierende Posts. Beispielsweise findest Du dann dort: „Hättest Du 2007 1.000 Euro in Bitcoin investiert, wärest Dein Vermögen heute viele Millionen Euro groß“. Die Aussage stimmt so weit. Rechnerisch lässt sich das gut nachvollziehen. Aber macht es Sinn, all sein Geld in ein Investment zu stecken?

Was meinst Du, wie der Post performt, wenn dort steht: „Hättest Du 2018 1.000 Euro in Wirecard investiert, wäre Dein komplettes Investment heute null Euro wert“? Richtig, er wird nicht viele Likes bekommen. Wer investiert, muss aber der Wahrheit ins Auge schauen. Alles auf eine Karte zu setzen, bedeutet immer auch ein hohes Risiko. Wer hingegen sein Geld in verschiedene, unterschiedliche Investments verteilt, minimiert sein Risiko.

Ein breit gefächertes Portfolio kann den Ausfall eines Investments auffangen. Fällt beispielsweise im MSCI World, einem Index mit rund 1.600 Unternehmen, ein Unternehmen wegen Insolvenz aus, bedeutet das, dass 1/1.600 Deines Portfolios ausfällt.