Die ganze Wahrheit über den Sparbrief-Zins-Vergleich

Ein Sparbrief-Vergleich lässt schnell die Vor- und Nachteile dieser rein deutschen Vermögensanlage klar werden. Sind die Zinsen für Sparbriefe wirklich transparent, was sind die Vorteile und Risiken und gibt es sinnvolle Alternativen?

Photo by Ansgar Scheffold on Unsplash

Suchst du nach einer planbaren und sicheren Geldanlage im mittelfristigen Zeitrahmen? Dann könnten die Sparbriefe für dich eine mögliche Vermögensanlage sein. Aber hast du dich auch schon gefragt, wie hoch die Sparkassenbrief-Zinsen aktuell sind oder die einer anderen Bank? Erfahre dies jetzt im folgenden Beitrag schnell und einfach sowie vieles mehr, wie:
  • Was genau ist ein Sparbrief und wofür ist er gut?
  • Was ist der Unterschied zwischen Sparbrief und Festgeld?
  • Welche Besonderheiten und Kosten haben die diversen Sparbriefe?
  • Wie hoch sind die Sparbrief-Zinsen und welche Bank zahlt am meisten?
  • Welche Alternativen gibt es zu Sparbriefen und Festgeld?

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Was ist ein Sparbrief?

Was ist ein SparbriefEin Sparbrief ist auch als Kapitalbrief bekannt. Dabei handelt es sich um eine Geldanlage, welche von den meisten Banken angeboten wird. Sie bieten absolute Sicherheit und ein paar Zinsen. Jedoch unterscheiden sich die Konditionen stark zwischen den einzelnen Banken.

Dabei sind die Renditen abhängig von den Leitzinsen und steigen somit im aktuellen Umfeld wieder. Sollten die Zinsen jedoch wieder gesenkt werden, da viele Staaten im Europäischen Wirtschaftsraum unter der Schuldenlast sonst zerbrechen würden, so sinkt auch die Rendite für die Sparbriefe wieder.

Ein Sparbrief kann durch das Internet jeden Tag erworben werden, wobei die Konditionen dann tagesaktuell festgelegt werden. Abgesehen von einem Mindestanlagebetrag kannst du die Anlagehöhe dabei frei wählen.

Im Gegenzug erhältst du dann von der Bank eine Urkunde ausgehändigt. Diese verpflichtet die Bank dazu dir den Anlagebetrag an einem festen Datum wieder an dich zurückzuzahlen. So kann er alternativ für Festgeld und Termingeld oder als Ergänzung eingesetzt werden.

Dabei ist es auch möglich, dass ein Sparbrief übertragen werden. Ganz gleich, ob abgezinster oder aufgezinsten Sparbrief, die Formel ganz einfach mit einem Geldanlagerechner berechnet werden.

Der Unterschied zwischen einem Sparbrief und Festgeld

Der Unterschied zwischen einem Sparbrief und FestgeldDie beiden Vermögensanlagen Sparbrief und Festgeld gleichen sich sehr in ihren Konditionen. Daher bieten mittlerweile viele Banken nur noch eines dieser Produkte an. Aber worin besteht zwischen einem Sparbrief und Festgeld der Unterschied?

Laufzeit

Im Vergleich zum Festgeld ist bei Sparbriefen die Laufzeit deutlich länger. Sie beträgt in der Regel mindestens ein Jahr, während eine Vermögensanlage in Festgeld meist für 3, 6, 9 oder 12 Monate ist.

Kündigungsbedingungen

Wurde das Laufzeitende eines Sparbriefs erreicht, so wird dieser einfach aufgelöst. Dein Geld wird dir dann auf das zuvor festgelegte Konto gutgeschrieben. Bei einem Festgeldkonto musst du hingegen vor der Frist dieses kündigen, da die Kapitalanlage ansonsten automatisch zu aktuellen Konditionen verlängert wird.

Zinsoptionen

Im Festgeld-Zinsvergleich stehen dir bei einem Sparbrief unterschiedliche Wahlmöglichkeiten zur Verfügung. Welche dir weiter unten im Detail erklärt werden, wie auch die Berechnung abgezinster Sparbriefe. Generell hast du somit etwas mehr Flexibilität und Auswahl, sodass du die Vermögensanlage besser an deine Bedürfnisse anpassen kannst. Bei Festgeld erhältst du hingegen die Zinsen am Laufzeitende oder bei einer mehrjährigen Anlage jeweils jährlich.

Angebotsauswahl

Die Sparbriefe sind eine deutsche Vermögensanlage, während Festgelder auch in der gesamten EU angeboten werden. Somit besteht als meist eine wesentlich geringere Auswahl und es werden auch niedrigere Zinsen gezahlt als bei Festgeld auf ausländischen EU-Konten.

Sparbrief-Sicherheit

Ein Kapitalbrief ist eine Namensschuldverschreibung, ähnlich wie eine Anleihe. Somit stellt er eine Forderung an die Bank dar. Im Unterschied dazu wird für das Festgeld ein neues Konto eröffnet, auf welchen die Vermögensanlage eingezahlt wird. Somit stellt es eine klassische Bankeinlage da. Einige Sparbriefe von Sparkassen und genossenschaftlichen Banken sind teilweise jedoch keine Namensschuldverschreibungen.

Stattdessen handelt es sich um Inhaberschuldverschreibungen, welche nicht durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt sind. In diesem Falle sind die Garantien dann die Einlagensicherungsfonds der Banken. Insbesondere Anfänger sollten diese zur Sicherheit meiden, da sie ansonsten bei der Insolvenz der Bank als Letztes ihr Geld bekommen, sofern noch genügend vorhanden ist.

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Die Arten von Sparbriefen

Bevor du dich jedoch für einen Sparbrief entscheidest, solltest du zuvor die Konditionen der einzelnen Anbieter vergleichen. Es gibt viele unterschiedliche Arten von Sparbriefen, welche du im Folgenden im Detail findest.

Normaler Sparbrief

Ein normalverzinslicher Sparbrief wird zum vollen Nennwert gekauft und die Zinsen in der Regel jährlich gezahlt. Die Zinsen erhältst du in diesem Falle jährlich und kannst frei über sie verfügen. Somit bietet dir dieseVariante im Vergleich zu den anderen steuerliche Vorteile. Schließlich werden die Zinsen jährlich vergütet, sodass der Steuerfreibetrag tendenziell nicht so stark belastet wird – außer bei höherem Anlagevolumen. Denn in diesem Falle wird die Rendite über die gesamte Laufzeit besser verteilt.

Die Arten von SparbriefenAufgezinste Sparbriefe (Thesaurierender Sparbrief)

Beim Erwerb eines aufgezinsten Sparbriefs legst du zu Beginn eine runde Summe an. Die darauf vergüteten Zinsen erhältst du dabei jährlich auf deine Vermögensanlage gutschrieben. Am Ende der Laufzeit wird dir dann dein eingezahltes Kapital zusammen mit der Renditeausgezahlt. Somit erhältst du bei dieser Variante eine höhere Rendite durch den Zinseszins, hast dafür aber auch das Risiko einer höheren Versteuerung.

1. Aufgezinster Sparbrief mit fixen Zinsen

Möchtest du einen Zins, welcher über die gesamte Laufzeit unverändert bleibt? Dann solltest du einen Sparbrief mit festen Zinsen wählen. Somit erhältst du eine konstante und planbare Rendite.

2. Aufgezinster Sparbrief mit ansteigenden Zinsen

Bei dieser Variante steigen deine Zinsen über eine Zinsstaffel jedes Jahr stufenförmig an. Somit erhältst du also mit Zunahme der Laufzeit eine immer höhere Rendite. So ist diese Art mit einem Bundesschatzbrief des Typ B vergleichbar.

Abgezinster Sparbrief

Wie auch beim aufgezinsten Sparbrief werden die Zinsen erst am Ende der Laufzeit ausgezahlt. Somit profitierst du von einer höheren Rendite durch den Zinseszinseffekt, musst jedoch eventuell Steuern zahlen, da der Freibetrag leichter übertroffen wird.

Bei einem abgezinsten Sparbrief wird der spätere Endbetrag inklusive der Zinsen angegeben. So musst du beispielsweise anstelle des 10.000 Euro Auszahlungsbetrags am Laufzeitende lediglich 9.650 Euro für den Sparbrief zu Beginn zahlen. Denn 350 € Rendite würdest du für die Laufzeit von beispielsweise einem Jahr mit 3,5 % Zinsen erhalten.

Die abgezinsten Sparbriefe lassen sich wiederum in konstante und dynamische Zinsen unterteilen. Bei den Dynamischen steigt die Rendite mit jedem Jahr kontinuierlich an. Entscheidend für deine Auswahl sollte dabei im Vergleich die durchschnittliche Rendite über die gesamte Laufzeit sein.

1. Abgezinster Sparbrief mit fixen Zinsen

Bei dem abgezinsten Sparbrief mit fixen Zinsen erhältst du in jedem Jahr du dieselbe Rendite vergütet. Jedoch steigt diese dabei durch die Verzinsung der Zinsen kontinuierlich an.

2. Abgezinster Sparbrief mit ansteigenden Zinsen

Mit einem dynamischen Sparbrief mit ansteigenden Zinsen steigt deine Rendite schrittweise sowie durch den Zinseszinseffekt an. Am Ende der Laufzeit wird dir dann der vollständige Nennbetrag des Sparbriefs ausgezahlt.

Sparbrief-Zinszahlung

Die Zinsen für einen Sparbrief bei der Volksbank, Sparkasse und Allianz fallen je nach Variante und Filiale unterschiedlich aus. So musst du beispielsweise die Sparkassenbrief-Zinsen bei deiner Bank erfragen. Andere Banken haben hingegen nur Festgeld. So gibt es beispielsweise für die Targobank, Postbank und Commerzbank keinen Sparbrief.

Vergleich der Sparbrief-Testsieger

  1 Jahr 2 Jahr 3 Jahr 4 Jahr 5 Jahr 6 Jahr 7 Jahr 8 Jahr 9 Jahr 10 Jahr
Santander       0,25% 0,50% 0,60% 0,70% 0,80%    
ING DiBa 0,50% 0,80% 1,00% 1,20% 1,50%          
VW Bank 0,07% 0,10% 0,10% 0,20% 0,25%          
Audi Bank 0,07% 0,07% 0,10% 0,10% 0,15% 0,15% 0,20% 0,20% 0,25% 0,25%
GLS         0,50%   1,40%      
PSD   0,50%   1,00%       1,50%    
Degussa Bank         0,03%   0,08%     0,10%
BKM 0,20% 0,40% 0,75% 0,90% 1,65% 1,75% 1,85% 1,95% 2,05% 2,15%
Hanseastic Bank 0,70% 1,30% 1,30% 1,30% 1,30% 1,30%        


Vor- und Nachteile von Sparbriefen im Jahr 2022

Sparbrief-Vorteile Sparbrief-Nachteile
Wählbare Laufzeiten Vergleichsweise niedrige Zinsen
Keine Kursverluste möglich Nicht im Nachhinein aufstockbar
Planungssicherheit Auszahlbar erst am Laufzeitende
Keine Kosten oder Gebühren Möglicherweise Abgeltungssteuer fällig
Sparbrief-Einlagensicherung bis 100.000 € Reduktion der Angebotsvielfalt
Kalkulierbarkeit der Rendite  
Als Darlehenssicherheit beleihba  


P2P-Anlagen – Eine alternative Einkommensquellen

Die Sparbrief-Verfügbarkeit hat in letzter Zeit immer mehr abgenommen. So hat die Anzahl an Angeboten abgenommen und sie bieten häufig nur wenig attraktive Konditionen. So liegen die Sparbrief-Zinsen aktuell sogar unter der Inflationsrate. Deshalb würdest du mit dieser Finanzvorsorge sogar unter dem Strich einen Verlust verzeichnen.

Dies jedoch widerstrebt schon dem Sinn des Kapitalschutzes und erst recht dem des Vermögensaufbaus. Mit einer solchen Strategie würdest du langfristig also den Kürzeren ziehen, während der Wert deines Geldes wie ein Eiswürfel dahinschmilzt.

Ein sehr ähnliches Konzept bieten dir P2P-Anlagen, da sie ebenfalls eine gewisse Planungssicherheit bieten. So hast du auch in diesem Falle feste Zinsen und eine Laufzeit. Der größte Vorteil im Vergleich zu einem Sparbrief liegt jedoch in den wesentlich höheren Renditen über der Inflationsrate. Somit kannst du dein Geld besser vor der Inflation schützen und sogar für einen anständigen Vermögensaufbau sorgen.

Im Unterschied zu Aktien musst du auch keine Kursverluste durch eine möglicherweise drohende Rezession oder Stagflation befürchten. Stattdessen kannst du ganz nach der Börsenweisheit - Cash is king – agieren und eine attraktive Rendite erwirtschaften. Durch die Anhebung der Leitzinsen wird diese Vermögensanlage tendenziell sogar noch profitabler. Profitiere jetzt vom Robocash mit durchschnittlich 11,4%* Rendite ab bereits 10 € beim!



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**Die Informationen in diesem Artikel sind ausschließlich für Bildungs- und Unterhaltungszwecke bestimmt und können nicht als Anlageberatung angesehen werden.

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