5 Tipps zur Vermeidung von Strafzinsen und zur Vermehrung deines Kapitals

Die Gefahr und das Ausmaß eines Vermögensverlusts steigen immer stärker an. Das Verwahrentgelt reduziert die Spareinlagen nachhaltig und schädigt somit dem Vermögensaufbau. Erfahre daher im Folgenden, wie Privat- und Geschäftskunden heutzutage dieses am besten vermeiden, um das Kapital optimal zu schützen und zu vermehren.

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Eine Vermeidung von Strafzinsen wird stetig schwieriger. Dabei steigen die Anzahl der Banken mit Verwahrentgelt sowie die Höhe der Negativzinsen immer schneller an. Mittlerweile sind nicht nur neue Verträge, sondern auch Bestandskunden davon betroffen. Deshalb fragen sich immer mehr, wie sie das Verwahrentgelt, welches ebenfalls als Negativzinsen oder Strafzins bekannt ist, für beispielsweise Postbank, DKB und ING-DIBA vermeiden oder umgehen können. Somit kann die Rendite durch eine Senkung der Kosten gesteigert und daher das Risiko gesenkt werden. Lies jetzt den Artikel, um die besten Möglichkeiten zur Vermeidung von Strafzinsen für Privatpersonen und Unternehmen nicht zu verpassen!

  • Was sind bedeutet Verwahrentgelt genau?
  • Wie hoch ist der Strafzins und ab wann ist er fällig?
  • Ist ein Verwahrentgelt rechtlich zulässig?
  • Was passiert, wenn man dem Verwahrentgelt nicht zustimmt?
  • Welche Bank nimmt kein Verwahrentgelt?
  • Wie kann man Verwahrentgelt und Negativzinsen bei z. B. Postbank, DKB oder ING-DIBA vermeiden?
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Was sind Strafzinsen?

Früher wurden Sparern für ihre Vermögensanlagen auf Sparbüchern und Bankkonten mit Renditen belohnt. Seit den 70er Jahren gibt es jedoch keine Zinsen mehr auf die Einlagen von Giro- oder Tagesgeldkonten. Immer mehr Banken führen nun Negativzinsen von durchschnittlich 0,5 % ein. Für Geschäftskunden liegt dieser jedoch teilweise noch höher.

Viele Banken verstecken das Verwahrentgelt vor ihren Kunden dabei hinter anderen Gebühren. Denn bisher müssen die Finanzdienstleister keinen Vermerk in den Entgeltinformationen nach dem Zahlungskontengesetz (ZKG) aufführen. Rechtlich betrachtet handelt es sich auch nicht um Zinsen, da diese nur auf Schulden anfallen.

Gründe für Verwahrentgelt

Der Grund für die Negativzinsen ist, dass die EZB seit 2009 eine Niedrigzinspolitik aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Situation fährt. Sie versucht dabei durch günstige Finanzierungsmöglichkeiten und eine Bestrafung von Sparern die Konjunktur zu retten und wieder prosperieren zu lassen. Im Jahr 2014 wurde dann das erste Mal ein Negativzins in Höhe von -0,10 % eingeführt. Seitdem ist der Zins nun negativ und verharrt dabei seit 2019 auf – 0,5 %.

Ursprünglich erhalten Banken bei der EZB für kurzfristige Geldanlagen einen sogenannten Einlagenzins, welcher auch als Einlagefazilität bekannt ist. Bei negativen Zinsen wird das Verwahrentgelt dann indirekt an die Europäische Zentralbank gezahlt.

Dabei steht es jeder Bank frei, ob und in welcher Höhe sie Strafzinsen für ihre Kunden einführt. Somit gibt es bei den Finanzdienstleistern auch Unterschiede in der Höhe des Freibetrags sowie der verlangten Verwahrentgelte. Dennoch steigt die Anzahl der Banken mit Verwahrentgelt enorm, sodass es mittlerweile fast die Hälfte von ihnen sind.

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Fällig werden die Negativzinsen aktuell meist noch ab einem Vermögen von 50.000 bis 100.000 €. Jedoch sinkt dieser Schwellwert kontinuierlich ab. Mittlerweile liegt er immer öfter schon bei 5.000 € oder entfällt sogar vollständig. Somit fallen bei einigen Konten bereits ab dem ersten Geld Strafzinsen an.

Allerdings wirkt sich dieser meist weniger belastend für die Banken aus, als diese es ihre Kunden glauben lassen wollen. So haben die Deutsche Bank und die Commerzbank sogar damit Gewinne erwirtschaftet.

Betroffen sind von den negativen Effekten von Strafzinsen vor allem Unternehmen und Wohlhabende mit einem großen Vermögen. Jedoch werden zunehmend auch weniger vermögende Privatanleger durch die niedrigeren Einstiegsschwellen in den Fokus genommen.

Während zuvor meist Neukunden davon betroffen waren, werden nun auch immer mehr Bestandskunden dazu aufgefordert. Das Verwahrentgelt wird dabei für häufig auf Tagesgeld, manchmal auf Girokonten sowie teilweise auf Festgeld erhoben.

Berechnung und Auswirkung des Verwahrentgelts anhand von Beispielen

Damit du die Folgen der Negativzinsen besser einschätzen kannst, soll dir das folgende Beispiel helfen. Angenommen, du hast ein Vermögen von 100.000 € und musst einen Strafzins von 0,5 % pro Jahr bezahlen, so ergibt sich die folgende Rechnung:

100.000 € x 0,5 / 100 = 500 €


Somit hat dein Vermögen also nach einem Jahr 500 € verloren und beträgt nur noch 99.500 €. Nach 40 Jahren wäre allein durch den Negativzins nur noch 81.832,01 € nach. Dies entspricht einem Wertverlust von mehr als 18 Prozent. Rechnet man diesen nun jedoch noch real aus, nach Abzug der Inflationsrate, so sieht das Ergebnis noch wesentlich dramatischer aus. In diesem Falle hätte, bei einer durchschnittlichen Inflationsrate von 2,4 %, dein Vermögen und dessen Kaufkraft um mehr als 30,8 % abgenommen.

Mit der folgenden allgemeinen Formel kannst du deinen Vermögensverlust ganz einfach selbst berechnen:

Vermögensverlust nach 1 Jahr = Vermögen x Negativzins / 100


In diese Rechnung wurde allerdings noch nicht der Freibetrag mit eingerechnet. Besteht beispielsweise bei einem Vermögen von 50.000 € auf deinem Konto ein Schwellwert von 10.000 € und wird für ein Überschreiten ein Verwahrentgelt von 0,5 % erhoben, so ergibt sich die folgende Gleichung:

50.000 € – 10.000 € = 40.000 € x 0,5 /100 = 200 €

 

Somit wird also nach Abzug des Freibetrags ein Strafzins von 200 € pro Jahr fällig. Allerdings gilt dabei noch zu berücksichtigen, dass nur die Tage des Übertritts der Schwelle angerechnet werden. Angenommen, du hast den Freibetrag aus dem vorherigen Beispiel nur an 91 Tagen überschritten, so würde sich nur ein Strafzins für diesen Zeitraum ergeben. Somit fällt in dieser Situation also ein Negativzins in Höhe von 50,55 € an:

200 € / 360 Tage x 91 Tage = 50,55 €


Oder als allgemeingültige Formel ausgedrückt ergibt sich:

Jahreszins / Zinsjahr x Überschreitungszeitraum


Allerdings haben Strafzinsen in einigen Bereichen auch positive Effekte. So wirken sie sich vorteilhaft auf Darlehensnehmer aus, insbesondere bei großen Kreditsummen. Somit profitieren also Schuldner mit Finanzierungen von Immobilien, Autos oder Firmeninvestitionen.

Das Verwahrentgelt kann darüber hinaus nicht einmal steuerlich abgesetzt werden, da es wie eine Gebühr vom Finanzamt eingestuft wird. Aus vielen Gründen wurde daher eine große Klagewelle in Gang gesetzt. Und so kommen nun vor allem bei Unternehmern und Vermögenden schnell die Fragen auf: Wie man das Verwahrentgelt umgehen kann und ob es überhaupt legitim ist.

Möchtest du gerade das Verwahrentgelt von ING, DKB oder einer anderen Bank umgehen, um den nachhaltigen Vermögensverlust zu vermeiden? Dann erfahre jetzt die besten Tipps zur Vermeidung der Strafzinsen.
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Tipps zur Vermeidung von Strafzinsen

Solltest du bereits Bestandskunde bei einer Bank sein, so ist besonders achtzugeben, sofern es sich nicht um ein Sparkonto handelt. Denn sie könnte dich dazu auffordern, eine neue AGB zu unterschreiben. Allerdings bist du gesetzlich nicht dazu verpflichtet.

Die Reaktionen der Banken darauf können jedoch völlig unterschiedlich ausfallen. So wäre es möglich, dass du eventuell keine weiteren Einzahlungen auf dieses Konto vornehmen könntest. Des Weiteren kommt es vor, dass die Bank in solchen Situationen das Konto auch auflösen kann.

Es ist in einem solchen Szenario meist vorteilhafter, wenn du zu deinem Finanzinstitut das direkte Gespräch aufsuchst. Somit können gegebenenfalls auch individuelle Lösungen gefunden werden.

Jedoch solltest du dich nicht zu etwas drängen lassen und vor der Unterschrift gründlich die vorgelegten Verträge aufs Kleingedruckte überprüfen. Dennoch ist es ratsam, wenn du dich in der Zwischenzeit auch nach Alternativen umsiehst, die keine Strafzinsen verlangen und attraktivere Konditionen wie höhere Freibeträge gewähren.

Tipp 1: Mehrere Bankkonten

Um Negativzinsen umgehen zu können, bietet sich vor allem die Verteilung des Sparvermögens an. Dabei kannst du deine Geldanlage einfach in mehreren kleinen Beträgen auf unterschiedlichen Konten aufbewahren. Somit ist es dir möglich, dass du durch eine geschickte Auswahl immer unter den Freibeträgen bleibst und ein Risiko vermeidest.

Sollte dieser Schwellwert einmal überschritten werden, so kannst du alles darüber hinaus auf ein Tagesgeldkonto überweisen. Denn neben Festgeldkonten sind auch Tagesgeldkonten gesetzlich bis 100.000 € pro Person und Bank abgesichert. Dabei ist es ratsam, dass du bei der Auswahl genauer aufpasst, da einige Anbieter bereits negative Zinsen erheben. Weiter noch solltest du beachten, dass sich die Zinsen für Tagesgeld verändern können, während sie für Festgeld konstant bleiben.

Tipp 2: Ausländisches Konto

Ein Wechsel zu einer anderen Bank kann den Strafzins zumindest temporär unterbinden. Wählt man darüber hinaus noch ein ausländisches Bankkonto, so kannst du noch von weiteren Vorteilen profitieren.

Denn in anderen Ländern liegen die Zinsen höher und gleichzeitig wird dir auch noch eine gesetzliche Einlagensicherung geboten. Darüber hinaus kannst du somit dein Vermögen auch über mehrere Währungsräume diversifizieren. Darum ist es für dich also auch möglich, die Währungsrisiken innerhalb deiner Vermögensanlage zu reduzieren.

Bei der Auswahl solltest du jedoch auch Vorsicht walten lassen, da einige Länder weniger sicher und geeignet sind als andere. Der Währungsraum sollte dabei mindestens ein Rating von AA vorweisen. Darüber hinaus solltest du auch auf einen möglichen Mindestgeldeingang und die Kontoführungsgebühren achten.

Unter den besten Angeboten findest du derzeit für Anlagezeiträume von 12 Monaten bis zu 1,35 %, für 24 Monate bis zu 1,75 % und für 36 Monate sogar im besten Falle 1,77 % Rendite pro Jahr. Zu den besten Ländern gehören Tschechien, Schweden, Estland und Luxemburg. Als Banken bieten sich vor allem J&T Banka, Klarna, HoistSparen, Bigbank, RiverBank oder Holm Bank an.

Tipp 3: PayPal

Die Frage - wie kann ich Negativzinsen vermeiden – lässt sich jedoch auch einfacher lösen. Eine weitere Möglichkeit, wie man Strafzinsen umgehen kann, bietet dir PayPal. Leider zahlt es dir keine Rendite in Form von Zinsen oder Dividenden. Jedoch verlangt der Zahlungsdienstleister auch keine Negativzinsen und somit verlierst du zumindest kein Geld.

Der Nachteil an dieser Methode liegt jedoch an der nicht vorhandenen Einlagensicherung. Darüber hinaus gab es auch schon viel Vorfälle zwischen Nutzern und PayPal aufgrund nicht vollständig geklärter Sachverhalte. In einem solchen Falle kann das Unternehmen einfach für mehrere Monate dein gesamtes Vermögen einfrieren und dich eventuell in eine existenzielle Krise stürzen.

Tipp 4: Kryptowährungen

Mit Kryptowährungen kannst du ebenfalls beispielsweise die DKB-, ING-DIBA- und Sparkassen-Strafzinsen umgehen. Zudem ist es dir möglich, eine attraktive Rendite zu erwirtschaften, sofern sie keine starken Kursverluste verzeichnen.

Möglich wird dies beispielsweise über Staking, Liquidity Farming oder Crypto Lending. Dabei werden wie etwa bei Nexo jährliche Renditen von bis 7 bis 36 % gezahlt und für exotischere Projekte wie DeFi-Coins 75 % und mehr. Aber auch für das populäre P2E-Kryptogame Axie Infinity wurden bis vor Kurzem sogar noch 120 % p. a. vergütet.

Die Rendite hängt dabei je nach Anbieter von unterschiedlichen Faktoren ab. Meist wird für eine längere Anlagedauer durch das höhere Risiko auch attraktivere Zinsen gezahlt. Des Weiteren bieten einige Plattformen Loyalitätsstufen an, welche du durch den Erwerb der plattforminternen Kryptowährung freischalten kannst. Durch eine Auszahlung der Gewinne in der eigenen Währung anstelle der des Anlagebetrages kann der Gewinn ebenfalls bei einigen Anbieter gesteigert werden.

Die Einlagensicherung bei Kryptowährungen hängt von dem jeweiligen Netzwerk oder Dienstleister ab. Am besten erfährst du dies über dessen AGB oder Whitepaper.

Tipp 5: Investitionen

Eine weitere Möglichkeit, um Negativzinsen vermeiden zu können, stellen traditionelle Investitionen dar. Denn somit kannst du das Verwahrentgelt umgehen. Allerdings fallen für einige Anlageinstrumente andere Gebühren an, wie für beispielsweise Verwaltungsgebühren für aktive Fonds. Dafür bieten sie aber noch weitere Vorteile wie eine höhere Renditechance.

Zu den besten Möglichkeiten gehört ein Investment in Immobilien. Somit können Unternehmen und Privatperson ihre Strafzinsen umgehen. Darüber hinaus profitieren sie auch von den Konsequenzen innerhalb des gleichzeitigen Niedrigzinsumfeldes. Denn somit sinken die Finanzierungskosten für die Hypotheken und deshalb kann die Rendite ebenfalls gesteigert werden.

Weitere Möglichkeiten bieten dir ETFs mit ihren niedrigen Gebühren. Diese ermöglichen auch schon für kleinere Sparbeträge eine gute Diversifikation, sodass das Risiko reduziert werden kann. Generell stellt es eine komfortable und attraktive Vermögensanlage dar.

Eine der interessantesten Optionen stellen P2P-Kredite dar. Sie bieten dir eine planbare sowie profitablere Geldanlage als Tagesgeld- oder Festgeldkonten. Derzeit werden Renditen von bis zu 14,3 % pro Jahr gezahlt. Faire und seriöse P2P-Plattformen wie Robo.cash nehmen dafür nicht einmal eine Gebühr. Somit kann im Vergleich zu vielen anderen Anlageklassen selbst nach Abzug der Inflationsrate noch ein realer Vermögensaufbau ermöglicht werden. 

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